WIR HABEN DIE HÜRDE GENOMMEN

"Taxi Deutschland - Landesverband Berlin e.V.“
(ehemals „TVD, Taxi Verband Deutschland, Landesverband Berlin e.V.“)
ist im Anhörverfahren.

Herzlichen Dank an alle unsere Mitglieder.
Mit über zweihundert Unternehmern und über eintausendzweihundert Taxen kann man uns nicht länger ignorieren.
Diese Größe bedeutet Wahrnehmung, sie bedeutet Einfluss und sie ist Macht.
Das kann man nur gemeinsam schaffen.

Unternehmer mit Migrationshintergrund wollen als gleichwertiger Bestandteil des Gewerbes akzeptiert und an Entscheidungen beteiligt werden. Ansonsten haben sie dieselben Interessen, wie alle anderen Unternehmer auch. Wir wollen, dass sich unsere Arbeit wieder lohnt.
Etwa die Hälfte aller Berliner Taxikonzessionen wird von türkischstämmigen Unternehmen betrieben, viele dieser Kollegen sind bereits deutsche Staatsbürger.
Die allgemeine Stigmatisierung und Ausgrenzung einer großen Gruppe unseres Gewerbes nur aufgrund ihrer Herkunft machen wir nicht weiter mit.
Sie finden heute genauso ungepflegte, deutsche Kollegen in ihren alten, verbeulten und verdreckten Taxis sitzen, wie türkischstämmige Fahrer mit Krawatte in neuen E-Klassen.

Du bist Deutschland – Du bist Taxi Deutschland.

Unsere Macht müssen wir für unsere Interessen einsetzen, wenn nötig auch als Drohkulisse, aber wir dürfen sie nicht missbrauchen.
Wenn wir unseren Einfluss stärken, werden wir unser Gewerbe stärken.
Aber nur, wenn wir dabei das Gewerbe einen.
Es geht uns vor allem darum, dass wir unserem Gewerbe wieder eine gewichtige Stimme gegenüber der Berliner Politik geben. Die Berliner Taxiinnung (Innung) und der Taxiverband Berlin (TVB) sind lange Zeit nicht in der Lage gewesen, sich abzustimmen und Kompromisse einzugehen.
Aber nur mit Einigkeit und Stärke wird man die Politik zu Veränderungen bewegen können.
Bisher fehlten der Politik häufig klare Grundlagen, um richtungweisende Entscheidungen zu treffen. Nicht allein die Politik hat in Berlin versagt, es sind die genannten Verbände, die diesen Stillstand und damit den schmerzlichen Niedergang unserer Branche mitzuverantworten haben.

Alte Feindschaften haben wir längst begraben und werden mit TVB und Innung versuchen, Gemeinsamkeiten herausarbeiten. Andernfalls wird die Berliner Politik auch in der Zukunft keinen unserer Interessenverbände Ernst nehmen.
Über alle Themen muss ergebnisoffen diskutiert werden, bevor man sich mit der Politik an einen Tisch setzt. Dann – und nur dann – werden unsere Vorschläge wieder auf offene Ohren stoßen und umsetzbar werden.

Wir bauen auf Kommunikation und Kompromissbereitschaft. Wir werden je nach Thema aber auch mit wechselnden Koalitionen arbeiten, um ein Maximum unserer Ziele zu erreichen. Wer aber nur mit dem Kopf durch die Wand will, wird weiter mit einem Brummschädel durch die Welt rennen und dem Gewerbe schaden.
Kein Gewerbe der Welt darf unter seinen Interessenvertretern leiden. Das müssen wir in Berlin beenden.