Ertste Mitgliederversammlung des TVD-Berlin

Erfreulich ist, dass im gesamten Bundesgebiet immer mehr Unternehmer dem TVD beitreten und vor Ort Landesverbände gründen.
Aus diesem Grund hat die Mitgliederversammlung beschlossen, dass wir uns von „Hauptstadtverband Berlin des TVD“ in „TVD Landesverband Berlin“ umbenennen.
Damit vereinheitlichen wir unser Auftreten in allen Bundesländern, was politisch Sinn macht.

Auch in Berlin treten uns immer mehr Unternehmer und Fördermitglieder bei.
So wollen wir noch in diesem Herbst den Antrag stellen, ins Anhörungsverfahren aufgenommen zu werden und dort den „Alleinvertretungsanspruch“ von TVB und Innung zu beenden.
Erst dann haben wir wirklich politische Einflussmöglichkeiten.
Herr Wiesenhütter von der IHK Berlin unterstützt uns dabei ausdrücklich.
Deshalb ermuntert weiterhin eure noch unentschlossenen oder frustrierten Unternehmerfreunde – sie sind die schweigende Masse, deren Willen wir Worte verleihen können. Bringt euch ein!

Wichtigster Tagesordnungspunkt unserer Mitgliederversammlung war die Neuwahl des Vorstands.
Da unser Verband in den vergangenen beiden Jahren in der Gründungsphase war und sich ja erst jetzt bei dieser Versammlung als TVD Landesverband Berlin konstituierte, war der bisherige Vorstand zunächst ein kommissarischer Vorstand, der bestätigt und verabschiedet wurde.

Besonderer Dank gilt Stefan Loibl, der das in der Gründungsphase schwierige Amt des ersten Vorsitzenden übernommen hatte; ein Ehrenamt, das zunächst einmal viel Arbeit und wenig Anerkennung bedeutet. Für deinen Einsatz, Stefan, hier noch einmal von allen herzlichen Dank.
Stefan Loibl kandidierte aus persönlichen Gründen nicht mehr für die Wahl des neuen Vorstands, will uns aber als aktives Mitglied mit seiner Erfahrung weiter zur Verfügung stehen.

Rainer Staeck, bisher im erweiterten Vorstand unseres Verbandes aktiv, ist ebenso aus dem Vorstand ausgeschieden. Auch dir, lieber Rainer, vielen Dank für deine bisherige Arbeit.
Doch er bleibt uns im ersten Glied unseres Teams erhalten; er übernimmt den Posten des Schatzmeisters und sorgt dafür, dass unsere Finanzen organisiert und transparent sind.
Über unsere Verbandsgrenzen hinaus wurde Rainer Staeck auf der Bundesversammlung des TVD in Stuttgart am 17. September mit großer Mehrheit in den erweiterten Vorstand des Bundesverbandes gewählt. Herzlichen Glückwunsch. Auf soviel Erfahrung will und kann einfach niemand verzichten.

Zum Vorsitzenden unseres Landesverbandes wurde Stephan Berndt gewählt.
Er ist mit seinen fünfundvierzig Jahren auch schon seit fünfzehn Jahren im Gewerbe und leitet den eigenen Familienbetrieb in Kreuzberg, der sich auf Großraumtaxen spezialisiert hat.
Bis er den TVD in diesem Frühjahr kennen lernte, gehörte auch er zur schweigenden Masse. Zwar knüpfte er Netzwerke in seinem direkten Umfeld, beteiligte sich aber nicht an Gewerbepolitik, die er nur als „trauriges Kasperletheater“ wahrnahm.
Er ist hungrig, die Zustände im Berliner Taximarkt so zu verändern, dass es Unternehmern und Fahrern und ihren Familien wieder besser geht.

Als Stellvertretende Vorsitzende wurde Thea Winderlich gewählt.
Sie bringt Frauenpower in unsere Runde. Thea hat nicht nur den wortwörtlichen Überblick, sie bereichert unsere Arbeit eben gerade durch weibliche Attribute wie soziale Intelligenz, Urteils- und Integrationskraft.
Dazu kommen geballte Erfahrung im Gewerbe und ihre tägliche Arbeit an der Basis; denn sie ist „selbst ständig“ mit ihrer S-Klasse auf den Straßen Berlins unterwegs.

Die andere S-Klasse steuert Burkhard Bründel.
Und nicht nur das zeichnet ihn als Gentleman aus:
er wurde in den erweiterten Vorstand gewählt, nachdem er zugunsten von Thea Winderlich auf eine Kandidatur als Vorstand im Sinne des § 26 BGB (geschäftsführender Vorstand) verzichtet hatte.
Das ist Größe, zumal Burkhard Bründel – wie auch Stefan Loibl und Rainer Staeck – die treibende Kraft für den Aufbau unseres Verbandes gewesen ist.
Er wird auch in Zukunft in der Vorstandsarbeit im allgemeinen und in der Öffentlichkeitsarbeit im besonderen nicht weg zu denken sein.
Für deine bisherige Arbeit und dein weiteres Engagement recht herzlichen Dank.

Jetzt wird’s Multi Kulti.
Erstmals ist ein Unternehmer mit Migrationshintergrund in den Vorstand gewählt worden.
Hayrani Aygül ist deutscher Unternehmer türkischer Herkunft und repräsentiert etwa die Hälfte aller Berliner Taxiunternehmen. Auch er steht einem Kreuzberger Familienbetrieb vor, seine Frau ist die Unternehmerin und fährt mit.
Wir sind alle sehr froh, dass Hayrani Aygül diese Verantwortung übernimmt.
Er ist unser „Migrationsbeauftragter“ und soll die Unternehmen mit ins Boot holen, die oft stigmatisiert und in die Ecke gestellt werden. Diese Unternehmer sind die Zukunft unseres Gewerbes, wenn man sich einfach nur ansieht, wer in den letzten Jahren Konzessionen beantragt und die P-Schein-Prüfung abgelegt hat.
Wer, der ernsthaft Gewerbepolitik machen will, kann an diesen Unternehmern vorbei gehen?

Auch angestellte Fahrer sollen in unserem Verband zu Wort kommen.
Natürlich sind wir eine Unternehmerorganisation und keine Fahrer – Gewerkschaft.
Daher gilt für Taxifahrer der Status des außerordentlichen Mitglieds ohne Stimmrecht.
Geplant ist aber eine Arbeitsgemeinschaft Fahrer, in der Anliegen gesammelt und Vorschläge dem Vorstand vorgetragen werden können.
Denn wir wollen die Situation von Unternehmern und Fahrern verbessern. Ganz nach unserem Motto:
geht’s dem Unternehmen gut, geht’s auch dem Fahrer gut. Dabei sind die Anregungen von der Basis unerlässlich.