Warum die Umbenennung von "TVD" in "Taxi Deutschland"?

Nach der erfolgreichen Gründung unseres neuen Bundesverbandes „TaxiDeutschland“ und seiner Eintragung im Vereinsregister Berlin als „Dachverband des deutschen Taxigewerbes“ wurde es Zeit, diesen Wandel auch in unserem Landesverband zu vollziehen.
Auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung unseres Landesverbandes am 23. Februar 2009 wurde dieser Schritt beschlossen. Der TVD war gestern - heute ist Taxi Deutschland, im Bund und in Berlin.

Um das einigermaßen nachvollziehen zu können, müssen ein paar Hintergründe dargestellt werden. So sollte der Bundesverband unseres alten TVD von einer hochpolitischen Gewerbevertretung mit ehrenamtlichen Vorständen zu einem normalen Funktionärsclub umgewandelt werden.
Neben der offenkundig geplanten Neuausrichtung des TVD hatte der Vorsitzende auch wegen seines Stils innerhalb kürzester Zeit die Unterstützung bei der Mehrheit des Gesamtvorstandes verloren.
Von da an verlegte sich der Vorsitzende auf eine reine Blockade-Politik. Er unterließ es, Gremien einzuberufen und erkannte dennoch stattfindende Sitzungen des Gesamtvorstandes aus formalen Gründen nicht an.
Noch bevor die alles klärende Mitgliederversammlung stattfinden konnte, erkannte der sich verselbstständigende Vorstand einer ganzen Reihe von kritischen Mitgliedern, einschließlich einiger Landesverbände wie auch unserem Berliner TVD, unter Missachtung des in der Satzung vorgesehen Beschwerdeverfahrens schlicht die Mitgliedschaft ab. So sollte das Stimmverhältnis auf der Mitgliederversammlung in ihrem Sinne manipuliert werden.
An diesem Kurs hielten sie auch am Tag der Versammlung. Da unter diese Bedingungen eine ordnungsgemäße Mitgliederversammlung nicht mehr möglich war, zog die Mehrheitsfraktion die Notbremse und verließ den Ort vor Beginn der eigentlichen Mitgliederversammlung.

Um diese verfahrenen Verhältnisse im TVD aufzulösen und einen funktionsfähigen Verband wiederherzustellen, müssten die Gerichte bemüht werden.
Die Verfahren können Jahre dauern. Einen sicheren Nutzen hätten davon nur die Anwälte. Sachorientierte Gewerbepolitik wäre auf unabsehbare Zeit weiterhin nicht möglich gewesen.
Da die Mehrheitsfraktion des Gesamtvorstandes aber so schnell wie möglich wieder mit ganzer Kraft gewerbepolitisch arbeiten wollte, haben wir uns entschlossen, Holl & Co den Namen zu lassen und mit der Mehrheit der Landesverbände den „wahren TVD“ unter anderem Namen neu zu gründen.
Dies ist am 9. November in Hamburg geschehen.

Zu den Gründungsmitgliedern des neuen Verbandes zählen der Stuttgarter Taxiverband, die Landesverbände von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg sowie die beiden Hamburger Verbände HTV und LHT. Wir gehen auch fest davon aus, dass Nordrhein-Westfalen sich uns anschließen wird.
Damit steht Dirk Holl quasi einem Bundesverband ohne Landesverbände vor.
Der Landesverband Baden-Württemberg kann sich nach Gründung des Stuttgarter Verbandes eigentlich nur noch LV-Baden nennen, der bayrische Landesverband ist nach Rücktritt zweier Vorstände, u. a. der Vorsitzenden, und nicht stattfindender Mitgliederversammlungen ohnehin nur noch eine Leiche in der Kartei des zuständigen Registergerichts.

Den obdachlos gewordenen Bayern werden wir gern eine neue Heimat in unseren Reihen geben. Das gleiche gilt für alle anderen TVD-Mitglieder und besonders für diejenigen, die aus Gebieten kommen, in denen noch kein TVD-Landes- oder Regionalverband existierte.
Die Gründungsmitglieder haben einstimmig folgenden Gründungsvorstand gewählt:
Wolfgang Schübel, Aufsichtsratsvorsitzender der TAZ und Vorstandsvorsitzender des Stuttgarter Taxiverbandes, zum Vorsitzenden,
Stephan Berndt, Vorsitzender des Berliner Landesverbandes, zum Stellvertreter,
Peter Michael Roeder, Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Landesverbandes, zum Stellvertreter, Ertan Ucar, Vorstandsmitglied in Berlin und Georgios Natsiopoulos von der Stuttgarter Taxizentrale als Beisitzer.